Ratgeber · Kosten
Was kostet eine Website?
Von ein paar Euro im Monat bis zu fünfstelligen Beträgen ist alles möglich. Dieser Ratgeber zeigt, woher die Unterschiede kommen, welche laufenden Kosten anfallen und wie Sie Angebote sinnvoll vergleichen.
Die kurze Antwort
Eine professionelle Unternehmenswebsite kostet in der Regel zwischen etwa 1.000 und 5.000 € einmalig, wenn sie von einem Freelancer oder einer kleinen Agentur umgesetzt wird. Größere Agenturprojekte mit umfangreicher Konzeption liegen oft deutlich darüber. Wer selbst mit einem Baukasten arbeitet, zahlt weniger Geld, investiert dafür aber eigene Zeit.
Die folgende Übersicht ist eine grobe Orientierung. Die tatsächlichen Preise schwanken je nach Anbieter, Region und Umfang erheblich.
| Variante | Typischer Preisrahmen | Für wen geeignet |
|---|---|---|
| Baukasten in Eigenregie | ca. 10–40 € pro Monat plus eigene Zeit | Erste Schritte, sehr kleines Budget |
| Freelancer oder kleine Agentur | ca. 1.000–5.000 € einmalig | Die meisten kleinen und mittleren Unternehmen |
| Agentur mit umfangreicher Konzeption | ca. 5.000–15.000 € und mehr | Größere Unternehmen, viele Seiten, mehrere Zielgruppen |
| Onlineshop oder individuelle Funktionen | stark abhängig vom Umfang | Verkauf, Portale, Schnittstellen |
Was den Preis bestimmt
Zwei Websites können ähnlich aussehen und trotzdem sehr unterschiedlich viel kosten. Die wichtigsten Kostentreiber sind:
- Anzahl der Seiten: Jede Leistungsseite muss konzipiert, getextet, gestaltet und geprüft werden.
- Texte: Ob Sie Texte liefern oder ob sie professionell erstellt werden, macht einen großen Unterschied – im Preis und in der Wirkung.
- Individuelles Design oder Vorlage: Ein angepasstes Theme ist günstiger, eine eigenständige Gestaltung wirkt hochwertiger und unverwechselbarer.
- Funktionen: Terminbuchung, Mehrsprachigkeit, Onlineshop oder selbst pflegbare Bereiche erhöhen den Aufwand deutlich.
- Relaunch und Migration: Bestehende Inhalte übernehmen und alte Adressen sauber weiterleiten kostet Zeit, schützt aber vorhandene Rankings.
- Bilder: Eigene Fotos, Stockbilder mit Lizenz oder ein Fotoshooting – auch das gehört ins Budget.
Fragen Sie bei jedem Angebot nach, ob die Texte enthalten sind. Hier verstecken sich in Angeboten oft die größten Unterschiede.
Laufende Kosten nicht vergessen
Mit der Veröffentlichung ist eine Website nicht fertig bezahlt. Diese Posten fallen regelmäßig an:
| Posten | Typischer Rahmen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hosting und Domain | ca. 5–25 € pro Monat | Für normale Unternehmenswebsites ausreichend |
| Technische Wartung | ca. 50–150 € pro Monat | Updates, Backups, Sicherheit, Funktionskontrolle |
| Lizenzen und Tools | je nach Bedarf | z. B. Premium-Plugins, Buchungssysteme, Newsletter |
| Inhaltspflege | eigene Zeit oder nach Aufwand | Neue Leistungen, Bilder, Stellenanzeigen |
Gerade bei WordPress ist die technische Wartung kein Luxus: Veraltete Plugins sind eines der häufigsten Einfallstore für Angriffe. Wer sich nicht selbst kümmern möchte, sollte dafür ein festes Budget einplanen.
Ein konkretes Beispiel: Preise bei Ata Digital
Damit die Zahlen greifbar werden, hier unsere eigenen festen Pakete. Alle Preise verstehen sich netto, Texterstellung ist jeweils enthalten.
| Paket | Umfang | Preis |
|---|---|---|
| Starter | bis zu 4 Inhaltsseiten, 2 Korrekturrunden | 1.290 € |
| Business | bis zu 8 Inhaltsseiten, 2 Korrekturrunden | 2.190 € |
| Plus | bis zu 12 Inhaltsseiten, dynamischer Bereich, bis zu 20 Relaunch-Weiterleitungen | 3.290 € |
Häufige Erweiterungen sind eine weitere Sprache (490 €), eine Online-Terminbuchung (690 €), ein selbst pflegbarer Inhaltsbereich (590 €) oder ein kleiner Onlineshop (1.990 €). Die technische Betreuung kostet 79 € im Monat. Alle Details finden Sie auf der Seite Pakete & Preise.
Rechenbeispiel für das erste Jahr
Ein Dienstleister wählt das Business-Paket mit Online-Terminbuchung und technischer Betreuung: 2.190 € + 690 € + 12 × 79 € ergibt 3.828 € netto im ersten Jahr, zuzüglich Hosting und Domain. Ab dem zweiten Jahr bleiben nur noch Betreuung und Hosting.
So vergleichen Sie Angebote richtig
Ein niedriger Preis ist nur dann günstig, wenn die Leistung vergleichbar ist. Diese Fragen helfen beim Vergleich:
- Wie viele Seiten sind enthalten – und was zählt als Seite?
- Sind Texte, Bilder und Rechtstexte enthalten oder müssen Sie sie liefern?
- Wie viele Korrekturrunden gibt es?
- Wer ist Inhaber der Domain und hat Zugriff auf Hosting und Website?
- Welche laufenden Kosten kommen nach dem Start hinzu?
- Gibt es Mindestlaufzeiten oder Kündigungsfristen?
Seriöse Anbieter beantworten diese Fragen vor Projektbeginn schriftlich. Wenn ein Angebot nur aus einer Summe ohne Leistungsbeschreibung besteht, sollten Sie nachhaken.
Wann sich mehr Budget lohnt
Mehr Geld bedeutet nicht automatisch eine bessere Website. Es lohnt sich vor allem dort, wo es direkt auf Ihr Ziel einzahlt: verständliche Texte, die Anfragen auslösen, eine saubere Struktur, die Google versteht, und eine Gestaltung, die zu Ihrer Positionierung passt.
Weniger wichtig sind aufwendige Animationen, Funktionen, die niemand nutzt, oder Seiten, die nur gebaut werden, weil die Konkurrenz sie auch hat. Ein klarer, gut gemachter Auftritt mit wenigen starken Seiten schlägt oft eine große, unübersichtliche Website.
Fazit
Für eine professionelle Unternehmenswebsite sollten Sie realistisch mit einem niedrigen vierstelligen Betrag rechnen, plus laufenden Kosten für Hosting und Wartung. Entscheidend ist nicht der niedrigste Preis, sondern ein klar beschriebener Leistungsumfang ohne versteckte Posten. Wenn Sie Ihr Projekt einordnen möchten, hilft unser Website-Kosten-Rechner in sieben Schritten.
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