Ratgeber · Relaunch
Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust: die Checkliste
Ein Relaunch ist eine große Chance – und ein echtes Risiko für bestehende Google-Rankings. Mit dieser Checkliste behalten Sie, was funktioniert, und verbessern den Rest.
Wann ein Relaunch sinnvoll ist
Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Website technisch veraltet ist, auf dem Smartphone schlecht funktioniert, nicht mehr zum Angebot passt oder kaum Anfragen bringt. Ein neues Design allein ist selten ein guter Grund – entscheidend ist, was sich für Besucher und Unternehmen verbessern soll.
Formulieren Sie deshalb vorab zwei oder drei konkrete Ziele, etwa: mehr Anfragen über das Formular, klarere Darstellung der Leistungen oder bessere Sichtbarkeit für bestimmte Suchbegriffe.
Vor dem Relaunch: Bestandsaufnahme
Der häufigste Fehler beim Relaunch: Man weiß hinterher nicht mehr, was vorher gut lief. Sichern Sie deshalb vorab:
- Suchdaten: Export aus der Google Search Console – welche Seiten und Suchanfragen bringen Klicks?
- Alle URLs: eine vollständige Liste der bestehenden Adressen, zum Beispiel aus der Sitemap.
- Starke Seiten: Seiten mit Rankings, Backlinks oder vielen Besuchern dürfen nicht ersatzlos verschwinden.
- Inhalte: Texte, Bilder und Dokumente, die übernommen werden sollen.
- Technik: Formulare, Tracking, Schnittstellen und Zugänge.
Während der Umsetzung
- Weiterleitungsplan erstellen: Jede alte URL, die sich ändert, bekommt eine dauerhafte 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite – nicht pauschal auf die Startseite.
- Gute Inhalte übernehmen: Texte, die ranken, werden überarbeitet statt gelöscht.
- Metadaten übertragen: Titles und Beschreibungen funktionierender Seiten mitnehmen und gezielt verbessern.
- Testumgebung schützen: Die neue Version entsteht auf einer Testumgebung, die für Suchmaschinen gesperrt ist.
- Struktur prüfen: Jede wichtige Leistung hat eine eigene, eindeutig zuständige Seite.
In unserem Plus-Paket sind bis zu 20 Relaunch-Weiterleitungen bereits enthalten. Bei größeren Websites planen wir den Weiterleitungsaufwand vorab gesondert ein.
Der Launch-Tag
Am Tag der Veröffentlichung sollten Sie diese Punkte direkt prüfen:
- Die Sperre für Suchmaschinen aus der Testumgebung ist entfernt.
- Die wichtigsten alten URLs leiten korrekt auf die neuen Seiten weiter.
- HTTPS funktioniert auf allen Seiten, ohne Warnungen.
- Die neue Sitemap ist in der Google Search Console eingereicht.
- Alle Formulare kommen tatsächlich an.
- Die Website funktioniert auf Smartphone, Tablet und Desktop.
Nach dem Launch
Leichte Ranking-Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, während Google die neue Struktur einliest. Beobachten Sie in den ersten vier bis acht Wochen regelmäßig die Search Console:
- Tauchen Fehlerseiten (404) auf, die noch eine Weiterleitung brauchen?
- Werden die neuen Seiten indexiert?
- Wie entwickeln sich Klicks und Impressionen der wichtigsten Seiten?
Bleiben die Werte nach zwei Monaten deutlich unter dem Niveau vor dem Relaunch, lohnt sich eine genaue Analyse. Häufig sind vergessene Weiterleitungen oder gelöschte Inhalte die Ursache.
Die Checkliste kompakt
- Ziele des Relaunchs schriftlich festlegen
- Search-Console-Daten und alle URLs sichern
- Starke Seiten und Inhalte identifizieren
- Weiterleitungsplan alt → neu erstellen
- Inhalte überarbeiten statt löschen
- Testumgebung für Suchmaschinen sperren
- Am Launch-Tag Sperre entfernen und Weiterleitungen testen
- Sitemap einreichen und Formulare prüfen
- Vier bis acht Wochen Search Console beobachten
Fazit
Ein Relaunch kostet Rankings fast immer aus denselben Gründen: fehlende Weiterleitungen, gelöschte Inhalte und eine vergessene Suchmaschinensperre. Wer vorher sauber dokumentiert und nachher aufmerksam beobachtet, startet mit der neuen Website nicht bei null, sondern auf dem bestehenden Fundament. Wenn Sie Unterstützung möchten, ordnen wir Ihren Relaunch gern ein – oder prüfen mit dem SEO-Check, wo Ihre Website heute steht.
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Beschreiben Sie kurz Ihre aktuelle Website und was sich ändern soll. Sie erhalten eine klare Einschätzung zum sinnvollen Vorgehen.